Bitumenprüfverfahren

Bitumen für unsere Straßen und Gebäude wird aus sorgfältig ausgewählten Rohölen in Raffinerien hergestellt. Durch unterschiedliche Verfahren können verschiedene Bitumenarten mit spezifischen Eigenschaften produziert werden. Für eine gleichbleibend hohe Qualität und zur exakten Abstimmung der Produkteigenschaften auf die technischen Spezifikationen wird Bitumen häufig aus einer Mischung verschiedener Rohöle hergestellt. (Quelle: Webseite Eurobitumen)

  • Harte Bitumen für den Einsatz im Straßenbau
  • Verschnittbitumen – Mischungen von Bitumen mit Lösungsmitteln wie Kerosin
  • Emulsionen – stabile Lösungen von Bitumen in Wasser
  • Polymermodifizierte Bitumen – Mischungen ausgewählte Bitumen mit Polymeren wie Thermoplasten oder Elastomeren

Erweichungspunkt

Der Erweichungspunkt Ring- und Kugelwert soll der Beurteilung des Verhaltens von bitumenhaltigen Bindemitteln bei erhöhten Gebrauchstemperaturen dienen. Eine Metallkugelkugel belastet und verformt eine Bitumenprobe um 25 mm bei steigenden Temperaturen und beschreibt den Ring- und Kugelwert.

Nadelpenetration

Die Eindringtiefe einer Bitumenprobe mit einer genormten Nadel und definierter Gewichtskraft bestimmt die Härte und die mittlere Gebrauchstemperatur. Zur Bezeichnung einer Bitumensorte wird dabei auch der Wert der Nadelpenetration verwendet.

Duktilität

Die Duktilität (Streckbarkeit) einer Bitumenprobe beschreibt die Fähigkeit des Bitumens einen Faden bei konstanter Geschwindigkeit in einem Wasserbad bei 25 °C zu ziehen. Die Kraft, welche dabei aufgezeichnet wird, dient der qualitativen Unterscheidung zwischen unmodifizierten Bitumen und polymer-modifizierten Bitumen.

Brechpunkt

Der Brechpunkt nach Fraass beschreibt den Zerreißpunkt eines Bitumenfilms auf einem Metallplättchen bei einer definierten Temperatur. Während eines kontrollierten Abkühlvorgangs wird das Plättchen wiederholt gebogen und wieder gerade gestellt.

Produkte zu den Bitumenprüfverfahren